LUBIN PARIS

GRISETTE - Eau de Parfum

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Es ist eine klassische Komposition mit einer Kopfnote aus frisch geschnittenen Rosen. Hier wird erstmals seit Jahrzehnten wieder ein Destillat eingesetzt, das durch Mazeration von Rosen gewonnen wird. Dieses bewahrt auch die flüchtigsten Duftnoten, die zusammen mit einem Hauch von Grapefruit diesen grünen Duft frischer Rosen zum Ausdruck bringen. Dieser verführerische Duft hüllt sich weiter in einen geheimnisvollen Duftschleier aus pudrigen, holzigen und würzigen Noten und hinterlässt schließlich noch eine Spur von Ambra und Vanille.

  • Kopfnote: Citrus, grapefruit, bergamotte,
  • marokkanischer und bulgarischer Rosen
  • Herznote: Iris, Weihrauch
  • Basisnote: Moschus, ambra, zedernholz,
  • absolue der Madagaskar-Vanille
  • Parfümeur: Henri Giboulet
  • Inhalt: 50ml
  • Made in France

STORY GRISETTE

Grisette: mit schlankem Fuß und stolzer Miene eilt sie durch die Menge des Boulevards. Nur eine flüchtige Silhouette, kaum ein Schatten, ganz die Bohemienne aus Paris. Grisette, mit ihrem rosigen Teint, dem unschuldigen Blick, läuft und fliegt zu ihrem flatterhaften Verehrer. Dabei denkt sie an den Anderen und träumt, mit zärtlichem Blick, von der gerade beginnenden Romanze. Viel wahrere Versprechen als alle Schwüre davor: ein erster Kuss unter einem Vordach. Grapefruit und Bergamotte, die Zitrusfrüchte lassen die Schlichtheit eines Rosenstraußes ahnen, Marokko und Bulgarien. Ganz diskret im Herzen und eingehüllt in einen Hauch von Weihrauch, verbirgt sich die edle Essenz der Iriswurzel. Moschus und Amber gleichzeitig, unterstrichen von einem Anklang an Zedernholz, sanft abgerundet von echter Vanille, die nur aus  Madagaskar stammen kann.

Die „Grisettes“, jene unverheirateten, selbstständigen jungen Frauen niederen Standes, die im 19. Jahrhundert zum Stadtbild des romantischen Paris gehörten, waren oft als Näherinnen in Schneiderateliers tätig. Sie hatten eine jugendliche und frische Ausstrahlung und waren voller Lebensfreude. Ihren Spitznamen erhielten sie wegen des einfachen grauen Stoffgewands, das sie trugen (grau, frz. gris).

Auf der Suche nach Abenteuern, zogen sie an sonnigen Tagen nach dem Läuten der Feierabendglocke in die Guinguettes von Montmartre und entlang der Marne, um dort im Takt des Akkordeons Musette zu tanzen. Diese lebenslustigen jungen Frauen waren oft die Geliebten von Studenten der Bohème aus dem Quartier Latin, und sie inspirierten die Künstler von Montmartre. So wurden sie zum Beispiel in Gemälden von Renoir und Manet verewigt.

STORY LUBIN

Lubin ist eines der ältesten Parfümhäuser der Welt. Seine frühe Geschichte ist mit der High Society der napoleonischen Ära verbunden, und seine Produkte wurden zum Imprimatur der Haute Couture und zu Indikatoren für Mode und soziale Hierarchie.
Pierre François Lubin gründete das Unternehmen 1798, als er begann, Duftbänder, Reispuderkugeln und Masken an "Les Merveilleuses" zu liefern, gesellschaftlich gehobene Frauen, die in den Salons des napoleonischen Frankreichs verkehrten, und an die "Incroyables", Mitglieder der Subkultur, die Mode und Propaganda vermischte und nach der Schreckensherrschaft, die die unmittelbare Folge der französischen Revolution von 1789 war, entstand.

Der Duft eroberte den kaiserlichen Hof und wurde von Persönlichkeiten wie Joséphine und Pauline Bonaparte getragen. Als die Bourbonen wiederhergestellt waren, widmete Lubin seine Düfte der Königin Marie-Amelie. Schließlich wurden die Parfums von Lubin von allen gekrönten Häuptern Europas getragen und 1830 nach Amerika importiert.

Noch in den 1960er Jahren war Lubin eine bedeutende Parfümerie, unter der Leitung von Paul Prot Jr., dessen Urgroßvater Felix das Haus 1844 von seinem Gründer Pierre-François Lubin übernommen hatte. Die Familie Prot beschloss dann 1969, das Unternehmen zu verkaufen. In den 1970er Jahren ging es in den Besitz des französischen Parfümhauses Roger&Gallet über, bevor es 1984 von Mülhens, einem der ältesten deutschen Parfümhäuser, gegründet 1792 in Köln, erworben wurde. Die Lubin-Parfümproduktion wurde daraufhin in die Mülhens-Parfümfabrik in Bickendorf bei Köln verlegt. Im Jahr 1994 wurde Mülhens von der deutschen Haarpflegefirma Wella übernommen, die sich Ende des 20. Jh. von Lubin trennte.

Das Haus Lubin wurde Anfang der 2000er Jahre von Gilles Thevenin, einem ehemaligen Kreationschef von Guerlain, übernommen. Er gewann die Unterstützung von Laurent Prot, dem Sohn von Paul Jr., dem letzten Familienvorstand des Hauses. Die Produktion wurde 2004 zurück nach Frankreich verlegt. Die Lubin-Parfüms werden nun in kleinen Mengen im Loire-Tal hergestellt und über ein Netzwerk von mehreren hundert High-End-Händlern in etwa 30 Ländern vertrieben. Noch immer in privater Hand, hat das Haus Lubin eine Tochterfirma in den USA, Lubin Northamerica, in NYC, und eine in Großbritannien, Lubin limited, in London. Seine Boutique in Paris, angesiedelt in Saint Germain des Prés, bietet mehr als 30 verschiedene Parfums an. Seine Produkte und antiken Dokumente sind im Musée international de la Parfumerie in Grasse, Frankreich, zu sehen. 

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